Umkleidezeit ist Arbeitszeit! Jetzt Umfrage ausfüllen!

Dank dem VPOD gilt Umkleiden gemäss Gesetz als Arbeitszeit. Viele Betriebe anerkennen dies jedoch nicht und enthalten so den Mitarbeitenden jährlich eine Zeitgutschrift oder Lohn im Umfang von bis zu einem halben Monat vor. Damit die Umkleidezeit endlich anerkannt wird und die Umsetzung nicht auf Kosten des Personals erfolgt, braucht es dich und deine ArbeitskollegInnen!

Das Wichtigste zuerst: Umkleidezeit ist Arbeitszeit! Damit das überall so anerkannt wird, brauchen wir Deine Hilfe! Mitmachen und jetzt unsere Umfrage ausfüllen:

UMFRAGE Umkleidezeit ist Arbeitszeit!

Du möchtest die Umfrage im Betrieb beliebt machen? Dann verweise auf diese Webseite.

Regionale Erfolge und Neuigkeiten

Regierungsrat Baselland bestätigt: «Umkleiden ist Arbeitszeit!»
In seiner Antwort auf eine Interpellation zum Thema Umkleidezeit bestätigt der Regierungsrat Baselland, was der VPOD schon seit geraumer Zeit vertritt: «Umkleidezeit ist Arbeitszeit». Der vpod region basel fordert nun erst recht eine rasche Umsetzung an allen Spitälern des Kantons und einen Einbezug der Sozialpartner bei der konkreten Ausgestaltung der Regelungen. Die An-rechnung als Arbeitszeit darf auf keinen Fall zu Lasten des Personals erfolgen.

UKBB anerkennt Umkleidezeit als Arbeitszeit
Weiterer Erfolg in der Kampagne «Umkleiden ist Arbeitszeit» des VPOD hier ins unserer Region: Das Universitäts-Kinderspital beider Basel führt per 1. Januar 2020 die bezahlte Umkleidezeit ein.

Hintergrundinformationen

Wenn sich das Spitalpersonal für die Arbeit umkleiden muss, ist das Teil der Arbeit und somit Arbeitszeit. Das ist rechtlich nun eindeutig, dank dem vpod. Leider anerkennen jedoch viele Spitäler auch in unserer Region diese Zeit nicht als Arbeitszeit an und enthalten so den einzelnen Mitarbeitenden jährlich bis zu zwei Wochen Lohn vor, also bis zu einem halben Monatslohn. Auch in unserer Region stellen wir darum die kare Forderung nach bezahlter Umkleidezeit. Es braucht dich und deine Kolleginnen und Kollegen, damit wir Vorwärts kommen können und Druck aufbauen.

Seit vielen Jahren führt der VPOD Diskussionen mit Arbeitgebern über die Umkleidezeit am Arbeitsplatz. Nur in wenigen Institutionen wird dieser Zeitaufwand zur Arbeitszeit gerechnet und entschädigt. Im Gesetz ist deutlich formuliert, was die Rechte und Pflichten im Anstellungsverhältnis sind: Die Angestellten sollen ihre Arbeit nach Treu und Glauben erledigen. Den Auftrag dafür erhalten sie vom Arbeitgeber. Der Arbeitgeber wiederum ist verantwortlich für die Arbeitsorganisation – von der Infrastruktur über die Dienstplanung bis zum Gesundheitsschutz. Eine explizite Formulierung, dass Umkleidezeit zu entschädigen ist, fehlte aber bisher im Arbeitsrecht. Dies hat sich seit Anfang des Jahres 2019 geändert. Das Seco hat die Wegleitung zur Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz ergänzt und die Umkleidezeit wird nun klar als Teil der Arbeitszeit definiert:
Art. 13 ArGV1 Begriff der Arbeitszeit
« […] Darunter fallen auch alle Tätigkeiten und Vorkeh­rungen, die beispielweise aus Gründen der Sicher­heit oder der Hygiene am Arbeitsplatz als Vor­bereitungshandlungen getätigt werden müssen, bevor die eigentliche Arbeitshandlung angegan­gen werden darf. Im Zusammenhang mit Umklei­den/Ankleidung gilt somit all das als Arbeitszeit, was obligatorisch Teil des Arbeitsprozesses ist: An­ziehen von persönlicher Schutzausrüstung für den Gesundheitsschutz und gegen Unfälle, Anziehen von Überzugskleidern oder steriler Arbeitsklei­dung wie auch das Durchschreiten einer Schleuse aus Gründen der Hygiene, etc. […] »
Zu verdanken ist diese Klarstellung dem VPOD, der die Kampagne mit Start in Zürich lanciert hat. Das Interesse der Angestellten zu diesem Thema ist riesig. Auch in unserer Region ist Umkleidezeit leider vielerorts unbezahlt. Darum haben wir begonnen die Entgeltung der Umkleidezeit, insbesondere im Gesundheitsbereich, zu fordern. Wir haben die Themen in die paritätischen Sitzungen eingebracht und die ersten Diskussionen dazu geführt.
Aber es braucht dich und deine Kolleginnen und Kollegen, damit wir Druck aufbauen und endlich Vorwärts kommen können. Der Arbeitgeber muss spüren, dass die Umkleidezeit auch dir wichtig ist. Die Rechnung ist relativ einfach: 15 Minuten pro Tag für's Umkleiden und den Gang von der Garderobe auf die Station und zurück ergeben im Jahr rund zwei Wochen Arbeitszeit (wenn Ferien und Feiertage abgezogen werden), die du jedes Jahr dem Spital schenkst.
Wir wollen eine schnelle und gute Lösung:

Wir wollen mit den Arbeitgebern verhandeln, wie die Bezahlung der Umkleidezeit umgesetzt werden soll, denn es ist elementar, dass diese Zeit nicht einfach in deine bestehenden Aufgaben fallen oder eine Übergabezeit verkürzt wird.
Die Umkleidezeit darf nicht auf den Rücken des Pflegepersonals und Patientinnen und Patienten gehen.

Bisher ist das Thema hauptsächlich in den Spitälern aktuell. Wir möchten diese Thematik aber auch auf Alters- und Pflegeheime und weitere Bereiche ausweiten.
Dich interessiert das Thema, du möchtest aktiv werden, dann melde dich beim vpod region basel bei mir Vanessa von Bothmer, deiner Gewerkschaftssekretärin im Gesundheitsbereich: Enable JavaScript to view protected content.