Gescheiterte Lohnverhandlungen
Mit einem Angebot von 0,2% individueller Lohnentwicklung müssen die Mitarbeitenden der PBL beinahe eine Nullrunde verkraften. Zum Vergleich: Die Lohnentwicklung in den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK) beträgt 1,26%. Die PBL befindet sich somit nicht nur weit ab von der Konkurrenz, sondern sendet auch ein verheerendes Signal an ihre Mitarbeitenden. Auf das Angebot der Personalverbände, ein mehrjähriges Verhandlungsergebnis anzustreben, um den Spielraum zu erweitern und ein Jahr mit einer schlechten Lohnrunde abzufedern, wollte die PBL nicht eintreten.
Radikale Kehrtwende während Verhandlungen
Seit dem starken und anhaltenden Anstieg der Teuerung im Jahr 2022 forderten die Personalverbände in den jährlichen Lohnverhandlungen mittels generellen Lohnerhöhungen sowohl den Ausgleich der Teuerung wie auch des kumulierten Reallohnverlustes. Seitdem wurden die Verhandlungen auf dieser Basis geführt – auch in diesem Jahr. Diese waren bereits weit fortgeschritten, als die PBL abrupt eine radikale Kehrtwende vollzog. Mit einer neuen und äusserst kreativen Berechnungsgrundlage behauptete sie plötzlich, dass die Mitarbeitenden in den vergangenen Jahren nicht nur keinen Reallohnverlust verkraften mussten, sondern dass ihre Löhne real sogar deutlich angestiegen wären. Dies ist ein Schlag ins Gesicht für die Betroffenen. Zudem schuf die PBL mit ihrer Kehrtwende, was wir aus der Vergangenheit nicht kennen, ein nicht akzeptables Verhandlungssetting.
Personalverbände prüfen weitere Schritte
Nach den gescheiterten Lohnverhandlungen prüfen die Personalverbände weitere Schritte. Zudem fordern sie sowohl den Verwaltungsrat der PBL wie auch den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft als Eigner auf, zu intervenieren und weiteren Reputationsschaden des öffentlich-rechtlichen Unternehmens PBL zu verhindern.
