Kurzfristige Ferienkürzung bei den Tagesstrukturen

Von: Alexandra Aronsky

In einer Mail vom 7. September, teilt der Kanton Basel-Stadt den Tagesstrukturen kurzfristig mit, dass alle Tagesstrukturen der Stadt Basel am Freitag vor Ferienbeginn erst um 18 Uhr statt wie bisher um 16 Uhr schliessen sollen. Für die langjährigen Mitarbeitenden ein Affront, den sie so nicht hinnehmen wollen.

Der Sommer ist vorbei und schon bald stehen die Herbstferien an – schon sehr bald. Die Ferienplanungen ist bei den meisten bereits gemacht, einige haben Tickets gebucht und andere haben bereits anderweitige Verpflichtungen. Doch dann teilt der Kanton Basel-Stadt in einer Mail am 7. September mit, dass kurzfristig alle Tagesstrukturen der Stadt Basel am Freitag vor Ferienbeginn erst um 18:00 Uhr statt wie bis anhin um 16:00 Uhr schliessen sollen.

Aus der Mail geht zudem hervor, dass der Unterricht wie gehabt um 16:00 Uhr endet. Somit stellt diese Verlängerung der Öffnungszeiten der Tagesstrukturen auch eine Ungleichbehandlung zu den Lehrpersonen dar, die nicht gerechtfertigt werden kann. Kommt hinzu, dass mit dieser Änderung, gewisse Kinder für mindestens 30 Minuten unbeaufsichtigt sind (wenn sie bis 18:00 Uhr angemeldet sind und normalerweise bis 16:30 Uhr Unterricht hätten).

Die Argumentation der Vereinheitlichung leuchtet ein, jedoch kann und darf dies nicht so kurzfristig geschehen. Solch weitgreifende Veränderungen können nicht innerhalb von drei Wochen durchgesetzt werden. Angemessen wäre es eine solche Änderung frühstens auf das nächste Schuljahr anzugehen.

Die langjährige Mitarbeitende der Tagesstrukturen sind daran interessiert, das Angebot der Tagesstrukturen möglichst umfassend zu gestalten. Sie haben in der Vergangenheit mit ihrer Flexibilität und der hohen Einsatzbereitschaft auch immer wieder gezeigt, wie sehr ihnen ihre Arbeit am Herzen liegt und sind somit dem Erziehungsdepartement oft entgegengekommen.

Aber auch die Mitarbeitenden der Tagesstrukturen müssen Grenzen setzen. Sie sind nicht bereit zu akzeptieren, dass eine solch weitgreifende Entscheidung so kurz vor Ferienbeginn ohne jegliche Absprache mit den Mitarbeitendenvertretungen getroffen wurde. Daher bitten die Mitarbeitenden die stv. Leiterin Volksschulen höflichst, die Entscheidung zurückzunehmen.