Wir fordern eine flexiblere Kinderbetreuung im Gesundheitsbereich!

Von: Benjamin Plüss

Die VPOD-Spitalgruppe USB hat am Freitag, 22. Januar die Petition «flexible Kinderbetreu-ung zur Entlastung des Gesundheitspersonals» übergeben. In ihrer Petition fordert die VPOD-Spitalgruppe eine flexiblere Kinderbetreuung im Gesundheitsbereich in der Region Basel. Für dieses Anliegen hat sie während den letzten zwei Monaten über 750 Unterschriften online ge-sammelt. Die Petition wurde an die Regierungsräte der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft übergeben.

Pandemie verschärft die Problematik
Die Pandemie macht die Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch sichtbarer. Im Gesundheitswesen arbeiten viele Eltern und Alleinerziehende in Teilzeitpensen. Oft handelt es sich dabei um langjährige Mitarbeitende, die mit ihrer Berufserfahrung und ihrem Wissen über die internen Abläufe in der Pandemie ein unverzichtbares Potenzial darstellen. Diese quali-fizierten Mitarbeitende können trotz dem erhöhten Bedarf, ihrem Betrieb nicht wesentlich mehr zur Verfügung stehen und für eine Entlastung sorgen, weil keine entsprechende Betreuung für ihre Kinder vorhanden ist.


Ungenügendes Angebot
Das vorhandene Angebot der Kinderbetreuung an den hiesigen Tagesstrukturen ist nicht auf die Bedürfnisse von Arbeitnehmenden im Schichtdienst ausgerichtet. Die wenigsten Standorte bieten einen Frühhort vor dem offiziellen Schulbeginn an. Zudem muss der Betreuungsbedarf jeweils für ein ganzes Jahr angemeldet werden und viele Krippen mit flexiblen Krippenplätzen nehmen Kinder nur bis zum Eintritt in den Kindergarten auf.


Dringende Verbesserungen gefordert
Die VPOD-Spitalgruppe USB fordert deshalb die Regierungen der Kantone BS und BL dazu auf, zusammen mit den Institutionen im Gesundheitswesen umgehend eine flexible Kinderbetreu-ung zu installieren. Damit die Umsetzung den Lebensrealitäten der Betroffenen entspricht, sind zwingend Vertreter*innen der Basis zur Mitwirkung einzubeziehen.

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