Frauenstreik 2019: Streikaktionen der Gewerkschaft vpod region basel

Auch im Service Public der Region wurde heute auf die die Forderungen des Frauen*streiks auf-merksam gemacht. Bei den dem vpod region basel bekannten gegen 40 betrieblichen Aktionen haben Gewerkschaftsfrauen mit vielfältigen, kreativen und bunten Aktionen auf ihre jeweiligen, spezifischen Hauptforderungen aufmerksam gemacht. Und die männlichen Kollegen haben ihre Solidarität mit unseren Forderungen gezeigt.

Die Forderungen der Gewerkschaftsfrauen und ihre Aktionen sind vielfältig. Und so viele! Gegen 40 der Gewerkschaft vpod region basel bekannten Streikaktionen – es waren sicher sehr viele mehr! - haben heute im Laufe des Tages stattgefunden. Darunter:

Für das Pflegepersonal des Unispitals Basel steht die Vereinbarkeit der Familie mit dem Beruf im Vordergrund, nach wie vor eine besonders grosse Herausforderung gerade im Schichtdienst. Zudem spiegelt sich die grosse Verantwortung, die sie tragen, nicht in ihrem Lohn wieder. Die Pflege kranker Menschen erhält als ein sogenannt «typischer Frauenberuf» nach wie vor viel zu wenig Wertschätzung. Ausserdem fordern die Frauen mehr Teilzeitarbeit für alle, Job-Sharing auch in Kaderpositionen und Lohntransparenz wie auf den prominent aufgestellten Schildern zu lesen war. Die Streikenden übergaben ihre Forderungen heute Vormittag der Spitalleitung des Unispital Basel.
Das Streikpicknick im Spitalgarten mit Birchermüesli, violettem Streiksirup und Streikbecher war offen für alle. Das war den Aktionsverantwortlichen sehr wichtig. «Unsere Anliegen richten sich nicht gegen Männer. Wir wollen einfach nicht immer zuerst verhandeln müssen, bis wir das bekommen, was wir eigentlich verdienen und uns zusteht» sagt ein vpod-Mitglied. Im Garten waren Pappfiguren aufgestellt, symbolisch für all diejenigen Frauen, die nicht streiken können. Patienten erhielten violetten Verband, das Personal trug lila Handschuhe und Hauben. Patienten wurden mit Streikservietten auf den Tag aufmerksam gemacht.
Auch andere Spitäler haben mit diversen Aktionen auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht. Am Bruderholz-Spital haben die Mitarbeiterinnen in ihrer Streikpause Schiffchen in ihrem Brunnen in den See stechen lassen, nach dem Motto: „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzten. – Auf zur Gleichstellung!“ In der REHAB Basel fand eine Protestmittagspause statt und es wurde in lila gearbeitet. Auch in diversen weiteren Spitälern und Kliniken wurde heute violett gearbeitet und/oder der Streikbutton getragen.

In rund 20 Schulen wurden heute verlängerte Pausen interaktiv und kreativ genutzt. Beispielsweise haben Lehrerinnen im Christoph Merian-Schulhaus am Morgen eine verlängerte Pause gemacht, bei welcher ein von einigen Männern geleitetes Singen stattfand. Zudem haben sie sich entschieden am Nachmittag auf der Wiese zu entspannen und sich mit selbstgebackenen Kuchen, Tee und Kaffee auf Liegestühlen zu verwöhnen, während die Kinder Fussball spielen oder sich mit den Spielen aus der Spielkiste etc. selbst beschäftigen. Im Gellert-Schulhaus haben die Gewerkschafterinnen die Streikpause am Vormittag auf Liegestühlen vor dem Schulhaus verbracht. Im Dreirosen-Schulhaus wurde ein Spezialmorgen zum Thema Gleichstellung von den Lehrern durchgeführt, währenddem die Lehrerinnen ihre Streikpause machten. Aber nicht nur die Lehrerinnen haben gestreikt, auch die Schülerinnen haben sie organisiert und zum Schüler*innenstreik aufgerufen.
Auch in diversen Tagesstrukturen gab es Aktionen und Streikpausen.

An der Universität Basel gab es zuerst einen Streikauftakt mit einer Darbietung von Sybille Birkenmeier. Danach fand ein Streikbrunch auf dem Petersplatz statt, an welchem Dozentinnen, Studentinnen aber auch die Uni-Mitarbeitenden teilnahmen. Dort übergaben die Uni-Mitarbeitenden ihre Streik-Forderungen an Dr. Sibylle Schürch, Mitglied des Universitätsrats. Danach gab es einen Spaziergang durch die Stadt zum Thema Frauenproteste.

Die Forderungen der Gewerkschaftsfrauen wurden mit diversen Solidaritätsaktionen von den männlichen Kollegen unterstützt und untermauert, z.B. bei der Stadtreinigung Basel-Stadt oder den BVB.

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